Rentenversicherung verkaufen?
13. Mai 2010 von admin | kein Kommentar
und können Sie überhaupt sicher sein, dass Ihr Rentenversicherer noch existiert, wenn Sie das Rentenalter erreicht haben?“ Diese, doch sehr unseriösen Aussagen, versetzen so manchen Anleger in Angst und Schrecken, Panik bricht aus. Das ist beabsichtigt und gewollt. Der Kunde soll unter einem massiven Druck zum Verkauf seiner Rentenversicherung bewegt werden.
Gibt der Interessent nun seine Daten dem vermeintlichen Investor preis, so zappelt er erst einmal an der Angel. Sofern er standhaft bleibt und nicht verkaufen möchte, wird ihm garantiert ein „zinsgünstiges Policendarlehen zur Überbrückung eines kurzfristigen Zahlungsengpasses“ angeboten. Aber ein Policendarlehen auf seine Rentenversicherung bekommt er garantiert auch bei seinem Versicherer.
Vorausgesetzt der Rückkaufwert seiner Rentenversicherung deckt das Darlehen als Sicherheit ab. Aber die hier geschilderte Ankaufpraxis, ist nun keinesfalls typisch für die Branche. Die Mehrheit der Aufkäufer einer Rentenversicherung ist durchaus seriös, hat das notwendige Wissen und die Kompetenz.
Auf dem sogenannten Zweitmarkt werden in der Regel Policen mit einem Rückkaufwert zwischen 5.000 und 10.000 Euro angekauft, die Restlaufzeit einer solchen Rentenversicherung sollte unter 20 Jahren liegen. Nicht angekauft werden Riesterverträge, Rürup – Verträge, bereits abgetretene Verträge, fondsgebundene Rentenversicherungen, Verträge von Direktversicherern.
Der Vorteil für den Aufkäufer einer Rentenversicherung besteht einfach darin, dass er keine Abschlusskosten zu zahlen hat, diese sind bereits von dem bisherigen Versicherungsnehmer mit den ersten Beiträgen getilgt worden. Fazit: wer sich ernsthaft mit dem Gedanken befasst, seine Rentenversicherung zu verkaufen, sollte sich umfassend informieren und mehrere Angebote einholen.
Auch die bereits angesprochene Möglichkeit einer Beleihung der Rentenversicherung sollte man prüfen.
