Private Pflegeversicherung 2012 günstiger

Versicherte der PKV schließen mit einer Krankenvollversicherung automatisch auch die gesetzlich vorgeschriebene Pflegeversicherung ab. Im Februar 2012 konnte der PKV-Verband melden, dass die private Pflegeversicherung 2012 günstiger wird. Das ist angesichts der steigenden Pflegekosten und der allgemeinen Kostenentwicklung im Gesundheitssystem eine sehr erfreuliche Nachricht.

Rekordtief bei den Kosten
Um wie vieles die private Pflegeversicherung  günstiger geworden ist, beweist ein inflationsbereinigter Vergleich, der zu einem überraschenden Ergebnis kommt. Der PKV-Verband hatte die Kosten mit denjenigen des Jahres 1995 verglichen, als die Pflegeversicherung zur Pflicht für alle Privatpatienten wurde. Selbst im Vergleich zu diesem Jahr sind die Beiträge absolut gesunken, was angesichts der durchschnittlichen jährlichen Inflation von rund zwei Prozent eine erhebliche Kostensenkung bedeutet.

Dass die private Pflegeversicherung 2012 günstiger geworden ist, spielt für die Versicherten insofern eine bedeutsame Rolle, als dass sie sich ihr keinesfalls entziehen können. Ein Mindestbeitrag, der für die Pflegestufe 3 etwa 1.500 Euro monatliche Leistung vorsieht (vergleichbar mit den Leistungen der GKV), muss in jedem Fall entrichtet werden. Das ist auch gesundheitspolitisch vernünftig, Pflegepersonen mit unzureichender Versicherung würden sonst erheblich die Sozialkassen belasten und wären auch für ihre Angehörigen eine große Bürde.

Preisschere zwischen Kranken- und Pflegeversicherung
Dass die private Pflegeversicherung 2012 günstiger geworden ist, könnte auch damit zusammenhängen, dass sie prinzipiell als Grundversorgung aufgebaut ist. Sie kann jedoch durch eine Zusatzversicherung jederzeit erweitert werden, die wiederum auch gesetzlich Versicherte abschließen können (und sollten). Der Betrag von etwa 1.500 Euro (ein Richtwert des Jahres 2012, der sich ändern wird) genügt für das Nötigste in einem Pflegefall der Stufe 3. Ein angemessener Platz in einem Pflegeheim kostet rund das Doppelte. Wie die Kostenentwicklung realistisch erfolgt, zeigen die Beiträge zur PKV, die bei vielen Gesellschaften Anfang 2012 erhöht wurden. Hier existiert eine Preisschere zwischen Pflege und allgemeiner Krankenversicherung, die wohl auf die eine oder andere Weise zu schließen ist.


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