Immer mehr unzufriedene Kunden in der PKV-Versicherung

Die private Krankenversicherung kann sich über das Geschäftsergebnis des vergangenen Jahres freuen. Weniger erfreulich ist allerdings für die private Krankenversicherung die steigende Anzahl der Kunden, die unzufrieden sind und den Weg der Beschwerde suchen. Im Jahre 2009 hatten rund 25 Millionen Bundesbürger einen Vertrag mit der privaten Krankenversicherung.

Allerdings entfielen davon ca. 16 Millionen auf Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung. Während die Anzahl der Kundenbeschwerden im Jahre 2008 noch bei rund 4.300 lag, stieg sie im vergangenen Jahr auf über 5000 an. Erste Anlaufstelle für Beschwerden über die private Krankenversicherung ist ein eingesetzter Ombudsmann.

Da dieser Ombudsmann von der privaten Krankenversicherung finanziert wird, sollte der Beschwerdeführende Kunde allerdings nicht zu große Erwartungen in die Entscheidung des Ombudsmannes setzen! Hauptgründe, die zur Beschwerde über die private Krankenversicherung führen, sind vor allem Leistungsverweigerungen.

An erster Stelle steht die Ablehnung einer medizinisch notwendigen Behandlung. Gefolgt von Meinungsverschiedenheiten über die Interpretation der Versicherungsbedingungen. Aber auch Unstimmigkeiten über Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung sind oft ein Grund zur Beschwerde.

Viele Gesellschaften der privaten Krankenversicherung haben ihre Beiträge in den vergangenen Jahren nicht angehoben. Der Grund hierfür war die nackte Angst, der Kunde könnte zur Konkurrenz wechseln. Nun aber holen fast alle Gesellschaften die Beitragsanpassung in diesem Jahre nach.

Und diese Anpassung fällt oder wird heftig ausfallen. Insofern rechnet die private Krankenversicherung im laufenden Geschäftsjahr auch mit einem drastischen Anstieg der Kundenbeschwerden. Da aber der Schiedsmann im eigenen Hause sitzt, kann die private Krankenversicherung der Flut der Beschwerden ganz gelassen entgegensehen!


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