Private Pflegekostenversicherung als Ergänzung zur Pflegepflichtversicherung

Die private Pflegekostenversicherung ist keine Alternative zu der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung, wohl aber kann sie ein sehr wichtiger Baustein in der Altersvorsorge sein. Ein scharfer Wind weht demjenigen entgegen, der aus der gesetzlichen Pflegeversicherung Leistungen beantragt. Wie auch dem Arbeitssuchenden bei der „ARGE“, werden hier dem Pflegebedürftigen schier unüberbrückbare Hürden in den Weg gelegt.

Unangemeldet erscheinen Mitarbeiter des medizinischen Dienstes der Krankenkasse bei dem Pflegebedürftigen. Sie kommen aber nicht, weil sie sich um den Gesundheitszustand des Antragstellers Sorgen machen, nein, vordergründig geht es darum, die Leistung zu versagen, zumindest aber den Betroffenen in eine wesentlich kostengünstigere Pflegeklasse einzustufen. Es muss ja schließlich gespart werden, wenn auch an der verkehrten Stelle. Von den im Jahre 2007 gestellten Anträge auf Pflege, wurden rund 30 % abgelehnt. Oder anders, es wurden lediglich etwa 70% der Anträge bewilligt.

Und die Bewilligungen entsprachen verständlicher Weise nicht immer der beantragten Pflegstufe. In Deutschland leiden heute bereits mehr als eine Million Menschen an Demenz, eines der häufigsten Diagnosen für die Beantragung der gesetzlichen Pflegeversicherung. In den nächsten 25 Jahren wird sich die Anzahl der Erkrankten nahezu verdoppeln. Bei der Ursachenforschung und auch bei Früherkennung gibt es erhebliche Defizite. Die Forschung über die Verhinderung der Krankheit steckt noch in den Kinderschuhen. Auch gibt es bislang keinerlei Heilungsmöglichkeiten.

Was dieses alles für die gesetzliche Pflegeversicherung bedeutet, kann sich jeder Laie sehr schnell ausrechnen und das noch vor dem Hintergrund der ständig sinkenden Einnahmen der Sozialversicherung. Den Pflegenotstand der gesetzlichen Pflegeversicherung haben die privaten Versicherer sehr schnell erkannt. Es wurden Spezialtarife entwickelt, die den Bedürfnissen der Kunden durchaus gerecht werden. So wirbt beispielsweise die Ideal-Versicherung mit verkürzten Gesundheitsfragen, einem stabilen Beitrag und einer Pflegeplatzgarantie. Diese Pflegkostenversicherung ist nicht das Allerheilmittel, jedoch im Zusammenhang mit der gesetzlichen Pflegeversicherung sicherlich ein zweckmäßiger und nützlicher Baustein für die Altersvorsorge.



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