Pflegevorsorge, die private Eigeninitiative
11. Juni 2010 von admin | kein Kommentar
Warum ein Heimpflegeplatz teurer ist als die Unterbringung in einem Fünf-Sterne Luxushotel, bedarf wohl einer ganz speziellen Logik. Zumal die Pflegeheime berechtigter Weise ständig wegen mangelnder Pflege- und Hygieneleistungen in der öffentlichen Kritik stehen. Dennoch sollte für den Fall der Fälle mit einer Investition in eine Pflegevorsorge nicht gespart werden.
Rechtzeitig für den Pflegefall vorsorgen, ist nicht Jedermanns Sache. Besonders die jüngere Generation schiebt das Problem vor sich her. Es trifft ja immer die anderen. Es ist sicher auch eine finanzielle Frage, die eine solche Entscheidung nicht gerade leicht macht. Aber man sollte sich die Frage stellen, habe ich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die mir der Staat an Fördermöglichkeiten bietet?
Es sind nicht nur die Steuervergünstigungen, die man durch die Vorsorgeaufwendungen einspart und in eine Pflegevorsorge anlegen kann. Eine Pflegevorsorge kann auch durch einen Riestervertrag aufgebaut werden. Gerade die jüngere Generation sollte daran denken, für sich so früh wie möglich eine Pflegevorsorge zu treffen, denn ein niedriges Eintrittsalter ergibt einen niedrigen Beitrag zur privaten Pflegevorsorge.
Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung reicht bei weitem nicht aus, um einen Pflegeplatz zu finanzieren. Zusätzliche Eigenleistungen sind im Ernstfall mit bis zu zweitausend Euro pro Monat aufzubringen. Wenn dieses Kapital dann nicht zur Verfügung steht, werden die Angehörigen zur Kasse gebeten.
Kinder und Enkelkinder werden aufgefordert, ihre Vermögensverhältnisse offenzulegen. Diese erniedrigende Prozedur lässt sich mit einer privaten Pflegevorsorge vermeiden.
