Autodiebstähle nehmen ungeahnte Ausmaße an

Die Zahl, der in Deutschland verübten Autodiebstähle, hat in erschreckender Weise zugenommen. Im Jahre 2009 wurden in Deutschland über 40.000 Fahrzeuge als gestohlen gemeldet. Laut Berechnungen des Versicherers HDI – Gerling, sind die Autodiebstähle im ersten Quartal des Jahres 2010 gegenüber dem Vorjahr um rund 20 % angestiegen.

Während sich die Diebe noch vor 20 Jahren überwiegend darauf konzentrierten, die gestohlenen Autos im grenznahen Gebiet zu den ehemaligen Ostblockstaaten zu zerlegen und auszuschlachten, um dann je nach vorheriger Bestellung Ersatzteile zu liefern, ist es heute gang und gäbe, komplette Fahrzeuge über die Grenzen zu schaffen.

Diese Praxis ist für die Autodiebe recht bequem, denn durch die Abschaffung der Kontrollen an den Grenzen, laufen sie kaum Gefahr tatsächlich erwischt zu werden. Die Rangliste der beliebtesten Fahrzeuge der Autodiebe führt Volkswagen mit dem Caravelle Multivan 2.5 TDI an. An zweiter Stelle rangiert der Porsche Cayenne Turbo 4.5 Allrad, Den dritten Platz belegt der BMW X5/X6 3.0 D. Audi, Opel, Ford, Skoda etc. folgen mit geringem Abstand auf der Beliebtheitsskala der Autodiebe.

Auch wenn die Autoindustrie ständig betont, immer neue, und ihrer Meinung nach, unüberbrückbare Diebstahlsicherungen in den Fahrzeugen zu installieren, so sind die Autodiebe ebenfalls mit der neuesten Technik ausgerüstet, um wiederum diese Sicherungen zu knacken. Das Eindringen in ein vermeintlich sicher abgestelltes Fahrzeug, stellt für die Autodiebe kein großes Hindernis dar. Entweder wird mit brachialer Gewalt die Tür mittels Trennscheibe aufgeschnitten, um so an die Verriegelung zu gelangen oder das Funksignal vom Schlüssel wird einfach aufgefangen.

Sind die Autodiebe erst einmal im Auto, so ist es in der Regel eine Frage von wenigen Minuten bis das Fahrzeug wegfahrbereit ist. Sie nutzen per Laptop die elektronischen Schnittstellen, welche die Werkstätten bei der Diagnosesuche benutzen, um dann die Wegfahrsperre und Fahrzeugschlüssel für ihr Vorhaben umzuprogrammieren. Satellitenortungssysteme werden kurzerhand mittels Störsender außer Funktion gesetzt und schon geht’s ab ins osteuropäische Ausland.

Oft werden Luxusfahrzeuge auf Bestellung gestohlen. Der Großteil bleibt in Ländern wie Polen oder der ehemaligen UDSSR, aber auch der asiatische Raum wird mit deutschen Edelkarossen von den Autodieben beliefert. Es sind technisch hochgerüstete Banden, die vornehmlich im grenznahen Raum zu Polen und Tschechien agieren.

Vom deutschen Zoll haben diese Autodiebe kaum etwas zu befürchten, denn der richtet sein Augenmerk in erster Linie auf Zigarettenschmuggler, die nach Deutschland einreisen, also in der Ost – Westrichtung. Die Versicherungswirtschaft hat nur ein sehr dürftiges Interesse an der Aufklärung der Autodiebstähle. Wird ein Fahrzeug wieder aufgefunden, so muss der Bestohlene sein Auto nur in den ersten vier Wochen nach Eingang der Schadensmeldung zurücknehmen.

Ist diese Frist verstrichen so hat der Geschädigte Anspruch auf die Versicherungsleistung. Das wieder aufgefundene Fahrzeug geht dann in das Eigentum der Versicherung über, die es meist weit unter Wert versteigert. Der Automobilindustrie kann eine solche Regelung nur recht sein. Sie verkauft an den Bestohlenen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder ein neues Auto.

Parallel zu den Autodiebstählen sind auch die Haus- und Wohnungseinbrüche in den grenznahen Gebieten zu den ehemaligen Ostblockstaaten stark angestiegen. Auch hier tummeln sich in der Nähe der deutschen Autobahnen kriminelle Banden aus Osteuropa, die nach ihren Raubzügen wieder blitzschnell mit der Beute in ihr Heimatland flüchten. Diese Entwicklung wurde bereits vor den Grenzöffnungen von Polizeiexperten konkret und treffsicher vorausgesagt.

Allerdings erklärten Politiker, wie Frau Merkel, bereits im Oktober 2007: „Wir können auf kein Talent verzichten“.


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