Sicherheit ist bei den Deutschen Anlegern oberstes Gebot
2. Juli 2010 von admin | kein Kommentar
Die Deutschen sind nicht nur Weltmeister im Verreisen, auch der Wille zur Geldanlage ist ungebremst. Nur riskante Geldanlagen sind kaum noch gefragt. Dieses ist allerdings nicht verwunderlich, seit sich schamlose Betrüger und Abzocker die Leichtgläubigkeit und das Vertrauen nicht nur der Deutschen Anleger zunutze gemacht und die Brache in ein kaum zu überbietendes Tief manövriert haben. Sicherlich haben auch die Anleger ihren Anteil an dem Desaster.
Sie wurden von der Gier nach Reichtum ohne Arbeit angetrieben. Somit hatten die Banker ein verhältnismäßig leichtes Spiel. Durch immer neu aufgelegte Fonds mit recht eindrucksvollem Phantasienamen und dem Versprechen, eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften, ist es ihnen leicht gefallen, eine Umverteilung der Vermögenswerte zu ihren Gunsten vorzunehmen.
Begünstigt wird dieses alles durch die naiven und ahnungslosen Wirtschaftspolitiker und Möchtegern – Finanzexperten, die sich von der Bankenlobby haben abhängig machen lassen, nur um sich ihren Anteil an der wundersamen Geldvermehrung zu sichern. Spöttisch wird nun geunkt, das Geld ist ja nicht weg, es hat nur jemand anderes.Wie lustig.
Aber nun schlägt der Deutsche Anleger zurück. Er ist mittlerweile etwas klüger aus dem Trauma aufgewacht und legt sein bisschen Geld, was er noch erübrigen kann, lieber in kurzfristige Anlagen, wie Tagesgelder oder gar auf ein Sparkonto an. Natürlich sehr zum Ärger der Banker.
Es war schon immer ein Fehler, sein Geld langfristig dem Geldinstitut anzuvertrauen, bei dem man sein Konto führt. Wer hat denn schon eine bessere Übersicht über den Finanzstatus seiner Kunden? Die so genannten Bankberater sind nichts weiter als gewiefte Verkäufer, die zudem noch auf Provisionsbasis entlohnt werden.
Wird ein Kunde Opfer einer Falschberatung, so sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Bank in vollem Umfang dafür haftet. Dem ist leider nicht so, wie man immer wieder aus der Presse erfahren muss. Meist wird der Betrogene zum Täter gestempelt: „Sie mussten doch schließlich wissen, dass eine solche Geldanlage riskant sein kann“.
Das ist vergleichbar mit dem Spaziergänger, der im Wald einer Räuberbande zum Opfer fällt und von den Räubern dann den Tipp bekommt, beschweren Sie sich doch bei unserem Räuberhauptmann.





